An dieser Stelle werden die wichtigsten Kategorien des NoNa-Systems in einer kurzen Übersicht dargestellt. Nähere Infos und ausführliche Erklärungen findest du unter:

hen / hens / hem / hen

meint / meinter / meintem / meint

jedai / jedais / jedam / jedai

dai / dais / dam / dai

eint / einter / eintem / eint

Wozu?

Weshalb braucht es geschlechtsneutrale Sprache, wozu das NoNa-System? Auf diese Fragen soll folgender Text Antworten geben.

Menschen, deren Geschlechtsidentität abseits der binären Vorstellung von Gender liegt, haben ein Recht auf Sichtbarkeit, sowohl im gesprochenen als auch im geschriebenen Deutsch. Es darf nicht reichen, „mitgemeint“ zu sein. Genderdiverse Personen sehen sich vielfach mit der Frage nach ihren Pronomen oder der korrekten Anrede konfrontiert. Auf eine kurze Erklärung der wichtigsten Begriffe unsererseits folgt oft eine Reaktion des Abblockens, kombiniert mit Argumenten wie „Das merk ich mir nicht mehr“, „Puh, wie kompliziert“ oder „Grammatik ist nichts für mich“.

Sprache schafft Wirklichkeit und ein Bewusstsein für Existenz(en), sie entwickelt sich stetig weiter und kann – ja soll – an die Bedürfnisse der Sprecher*innen angepasst werden. Gerade das Deutsche mit seinem komplizierten Flexionssystem und drei grammatikalischen Genera (“männlich, weiblich, sächlich”) samt Genuskongruenz stellt eine große Herausforderung für den Einsatz von geschlechtsneutraler Sprache dar. Aber trotzdem – oder gerade deshalb – müssen wir daran arbeiten, dass diese Sprache inklusiver wird und dazu braucht es den Beitrag von vielen. Die oben genannten Argumente gilt es zu entkräften und positive Gegenbeweise zu erbringen. Geschlechtsneutrales Deutsch ist nicht so schwierig, wie manche vielleicht glauben mögen. Ja, es braucht etwas Geduld und erfordert ein Umdenken, dies macht sich jedoch auch bezahlt und kann helfen, den eigenen (sprachlichen) Horizont zu erweitern.

Das NoNa-System ist ein Vorschlag für alle, die nach einer Ausdrucksmöglichkeit für sich selbst suchen und jene, denen Diversität in ihrer Sprache wichtig ist. Die Formen können nicht nur für genderdiverse Personen verwendet werden, sondern auch dann, wenn das Geschlecht des Menschen, von dem gesprochen wird, nicht bekannt ist. Dies kann unter anderem bei fremden Personen (z.B. bei Verdächtigen oder wenn ein unisex-Name aufscheint) und bei allgemeinen Adressierungen von Gruppen der Fall sein.

Am Beginn unserer Arbeit standen primär Recherchen zu bereits vorhandenen Systemen für geschlechtsneutrales Deutsch. Bald war jedoch klar, dass diese Vorschläge keine befriedigende Lösung für uns boten, da sie entweder zu künstlich und verniedlichend oder nicht optimal mit der deutschen Grammatik und Orthografie vereinbar waren. So ging es an die Entwicklung eines eigenen Systems, das all unsere Ansprüche berücksichtigen sollte; das Ergebnis von unzähligen Stunden Tüftelei ist nun auf dieser Website zu finden.